Es erfreut mich, dass Sie auf die Internetseite zu den Werken und Arbeiten des  Bildhauers Dr. Johannes Friedrich Rogge gefunden haben. Informieren Sie sich hier über das vielseitige Schaffen und Wirken des Dresdener Künstlers.

 

Ich wünsche Ihnen dabei eine interessante Zeit.

 

Fragen, Hinweise oder Angebote von DDR- Plastiken und Reliefs, auch anderer DDR- Künstler, können gern in der Übersicht "Kontakt" gemacht werden.

 

Eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start in das neue Jahr wünschend,

 

Gordon Lieser

Rogge-Museum

Dezember 2018

Kunstinteressierte oder Sammler von Rogge-Werken finden in der Literatur und in Kunstnachschlagewerken der DDR fast keine Informationen über diesen herausragenden Künstler, bzw. dessen Schaffen. Dies ist auf politische Gründe zurückzuführen: trotz seiner ausgezeichneten, gestalterisch und künstlerisch hervorragenden Werke bedeutender Dichter und politischer Personen in DDR, fielen dem humanistischen Künstler seine plastischen Arbeiten aus der Zeit des dritten Reichs auf die Füsse. Was blieb ihm damals übrig? Rogge versuchte sich wärhend der Kriegszeit als Wald- und Straßenarbeiter. Doch aufgrund seiner Körperstatur und der schweren, ungewohnten Arbeit, folgte alsbald der körperliche Zusammenbruch. Was tun? Aus seiner finanziellen und materiellen Not heraus entschloß er sich das zu machen, was er am besten konnte: modellieren.

 

Ab etwa 1955 trifft die Veränderung der DDR-Kulturpolitik viele solcher Künstler, welche z.B. mit ausbleibenden Lieferungen von Farben und Gips sowie mit dem Ausgrenzen bei Auftragsvergaben oder Einladungen zu Kunstausstellungen von staatlicher Seite boykottiert werden. Ihm, dem immer die Kunst des Gestaltens im Vordergrund stand, nicht politische Ideale, traf dies besonders hart.

 

Seit dieser Zeit von Aufträgen seitens der regierenden Abteilungen und staatlichen Organisationen der DDR indirekt ausgeschaltet, fasste Rogge vor allem in regionalen Denkmälern, der Gestaltung sowie den Verkauf von Büsten und Reliefs an Schulen, Rathäusern, Institutionen, ferner auch an Privatpersonen, um 1957/ 60 wieder Fuß in der Bildniskunst und erlangte neue Motivation für weitere Ideen und Umsetzungen.

 

Heute erfreuen sich die Arbeiten des Künstlers nicht nur unter Kunstinteressierten und Sammlern wachsender Beliebtheit und Beachtung im öffentlichen Raum, etwa durch Ausstellungen einzelner Stücke oder Denkmalsanierungen.

© G.Lieser